Burnout – erkennen, Ursachen, vorbeugen und Therapie

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Wie Sie einen Burnout erkennen

frauenfit-burnoutBurnout galt lange Zeit als typische Managerkrankheit. Mittlerweile ist jedoch klar, dass es Hausfrauen, Mütter, ja  selbst Arbeitslose genau so trifft wie beruflich engagierte Menschen. Die Anzeichen dafür sind vielfältig und je mehr Symptome zusammenkommen, desto näher liegt die Diagnose Burnout.

 

Typische Zeichen und Symptome für eine Burnout Erkrankung:

  • permanente Müdigkeit und ein Gefühl ständiger Erschöpfung
  • Gefühle der Sinnlosigkeit
  • dauerhaft fehlende Motivation
  • Ein- und Durchlafstörungen
  • Angst, den Anforderungen nicht mehr gewachsen zu sein
  • Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression
  • Gefühle der Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Freundlosigkeit
  • körperliche Beschwerden wie Verdauungsprobleme, Kopf- und Rückenschmerzen

 

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Jeder Betroffene reagiert mit verschieden ausgeprägten Symptomen

Unser Körper ist sehr leistungsfähig und kommt mit harter Arbeit klar, wenn er ausreichend Ruhephasen wie erholsamen Schlaf und Urlaub bekommt.  Ist dieses natürliche Gleichgewicht längerfristig gestört, kann sich ein Burnout entwickeln. Ein typischer Burnout entwickelt sich oft über viele Jahre. Bis man irgendwann erkennt: Die Batterie ist völlig leer und nichts geht mehr!

 

Die Ursachen für einen Burnout

Es gibt viele Menschen, die täglich höchste Anforderungen erfüllen müssen und dennoch sind nicht alle automatisch von einem Burnout bedroht. Einige Faktoren dafür liegen in der Persönlichkeit und auch in der Situation. Setzt jemand z.B. seine ganze Kraft ein, um anderen Menschen zu helfen und merkt dabei, dass seine Bemühungen vergeblich sind, kann dieses hohe Frustrationspotential auf lange Sicht das eigene Tun in Frage stellen. Folgende Persönlichkeitszüge können ein Burnout begünstigen oder auch verstärken:

Der Hang zum Perfektionismus
Diese Menschen möchten alles perfekt machen, stellen damit sehr hohe Anforderungen an sich und wollen sich keine Fehler erlauben. Fehlt die Anerkennung oder geht etwas schief, werden die Bemühungen verstärkt und können schnell die Belastungsgrenze überschreiten.

Starker Ehrgeiz und der Wunsch immer der/die Beste zu sein
Jede Herausforderung wird angenommen und die eigenen Kräfte dabei überstrapaziert.

Ein Helfersyndrom, das nicht nur bei Menschen mit Sozialberufen vorkommt
Die scheinbare Aufopferung für andere ist notwendig für das eigene Selbstwertgefühl. Doch wer immer für andere zur Verfügung steht und Eigeninteressen und Bedürfnisse zurückstellt, übernimmt sich leicht.

Nicht Nein sagen können, es allen recht machen wollen
Keine Grenzen setzen können. Häufig kämpfen vor allem Frauen mit dieser Thematik.

Die fehlende Fähigkeit, mit Stress umzugehen
Manche Menschen sind einfach Organisationstalente, haben immer den Überblick und andere wiederum können ihre Zeit schlecht einteilen und fühlen sich schnell im Chaos. Jeder Mensch hat auch seine individuelle Emotionalität und Fähigkeit, abschalten zu können.

 

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So können Sie einem Burnout vorbeugen

Die Burnout-Falle muss nicht unbedingt zuschnappen. Wer rechtzeitig vorbeugt, kann durchaus das Schlimmste vermeiden.

  • Machen Sie eine Bestandsaufnahme Ihrer derzeitigen Situation. Seien Sie zu sich ehrlich. Wie zufrieden sind Sie? Notieren Sie alles, was Sie ungerne machen und bewerten Sie den Anteil in Ihrem Alltag. Notieren Sie anschließend alles, was Ihnen Spaß macht und was Sie gerne tun. Welchen Anteil hat dieser Bereich derzeit in Ihrem Leben?

    Tun Sie wieder verstärkt Dinge, die Ihre Seele nähren.

  • Lauschen Sie auf Ihre inneren „Selbstgespräche“. Vielleicht entdecken Sie ja einen inneren Antreiber, der z.B. sagt „das schaffst du auch noch, beeil dich ein bißchen mehr“, „reiß dich zusammen, andere können das auch“, „ich darf keinen Fehler machen“ etc.

    Geben Sie diesen Aufforderungen am besten keine Macht mehr.

  • Fühlen Sie sich bei sich selbst Zuhause? Wenn Sie sich entfremdet fühlen, nehmen Sie sich Zeit und lernen Sie sich näher kennen. Durch z.B. Achtsamkeitstraining  lernen Sie, Ihre Bedürfnisse, Ihre Grenzen und Ihre innere Stimme besser wahrzunehmen um dann entsprechend rechtzeitig zu handeln.

    Achten Sie wieder verstärkt und aufmerksam auf Ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche.

  • Erlernen Sie eine Entspannungstechnik und üben Sie diese regelmäßig. Oft unterstützen Krankenkassen bestimmte Kurse, wie Autogenes Training, Qi Gong oder Muskelentspannung nach Jacobsen. Manchmal bieten Krankenkassen auch ein Burnout Präventionsprogramme an, erkundigen Sie sich danach.

    Legen Sie öfter mal eine Pause ein, atmen Sie tief durch und entspannen Sie sich.

  •  Achten Sie auf eine gesunde Lebensführung. Dazu gehören regelmäßige Pausen und eine gesunde Ernährung.

    Essen Sie bewusst Lebensmittel, die Sie nähren und Ihnen gut tun.

  • Haben Sie ein Persönlichkeitsmerkmal bei sich entdeckt, das Sie für Burnout besonders gefährdet, dann arbeiten Sie daran, dass es nicht die Oberhand über Ihr Tun gewinnt.

    In der Ruhe liegt die Kraft

  • Wenn Sie Burnout Symptome an sich entdeckt haben und nicht mehr weiter wissen, dann nehmen Sie professionelle Hilfe in Anspruch, so kommen Sie am schnellsten wieder heraus.

 

Burnout Therapie

So vielfältig wie die Symptome des Burnout, ist auch die Behandlung. Scheuen Sie sich nicht mit Ihrem Arzt zu sprechen und eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Je nachdem in welchem Stadium des Burnouts Sie sich befinden, reichen manchmal einige Therapiestunden aus, um wiederkehrende ungesunde Muster zu erkennen und an diesen gezielt zu arbeiten. Die Verhaltenstherapie hat sich als sehr erfolgreich erwiesen. Falls Sie schon tief in einem Burnoutsyndrom sind, kann ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik  notwendig und hilfreich sein. Nutzen Sie diese Angebote und gewinnen Sie Ihre Leistungsfähigkeit und vor allem Anderen, Ihre Lebensfreude wieder zurück.

 

 

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